Behandlungsansatz
An dem in Chester/England ansässigen Institute for Neuro Physiological Psychology (INPP) unter Leitung von Dr. Peter Blythe und Sally Goddard Blythe wurde in langjähriger Forschungsarbeit festgestellt, dass bei einem hohen Prozentsatz jener Kinder, die trotz über-/durchschnittlicher Intelligenz Lern-, Verhaltens- und Bewegungsprobleme haben, noch Reste frühkindlicher Reflexe fortbestehen. Diese sind als Ursache für Reifungs- störungen des Zentralen Nervensystems erkannt. Auf diesen Forschungsergebnissen basiert das Therapiekonzept von INPP.
Eine umfangreiche Befunderhebung dient als Grundlage für die speziellen Bewegungsübungen, mit denen dem Kind die Möglichkeit gegeben wird, die noch bestehenden frühkindlichen Reflexe – in einem 2. Anlauf – zur Ausreifung und dann zur Inhibition zu bringen.
Das Gehirn bekommt eine zweite Chance zur Reifung.
So können sich die Halte- und Stellreaktionen, die wichtig sind für Bewegung, Haltung und Gleichgewicht, entwickeln und die spezifischen Schwierigkeiten überwunden werden.
Mit der Normalisierung der Reflexstruktur verschwinden in der Folge auch viele Lern- und Verhaltensprobleme.
Die Behandlung setzt an den Ursachen an, nicht an den Symptomen!
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Die Queen’s University Belfast hat die Wirksamkeit des von INPP entwickelten Bewegungsübungspro- gramms in einer sehr sorgfältigen und gründlichen Studie geprüft und bestätigt. In der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ wurde sie im Februar 2000 veröffentlicht. |
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